Eltern-Kind-Qualifizierung PDF Drucken

"Eltern-Kind-Gruppen gehört die Zukunft!?

(- so lautete der Titel des Fachforums 2000 Eltern-Kind-Gruppen-Arbeit in München)

 

Seit Beginn der siebziger Jahre existieren sie, die regelmäßigen Treffen von Müttern, manchmal auch Vätern, und ihren Kindern in Eltern-Kind-Gruppen. In den letzten Jahren erlebten sie einen wahren Boom. Die Zahl der Kurse stieg rapide an, die Nachfrage ist ungebrochen. Organisationsformen, Inhalte, Adressatengruppen und Zielvorstellungen sind unterschiedlich und breit gefächert. Die Eltern (in aller Regel die Mütter) unternehmen in den Gruppen einen ersten Schritt aus der Isolation in die Öffentlichkeit. Damit verbinden sich viele Erwartungen und Wünsche.

Gesellschaftliche Entwicklungen verändern familiale Lebensformen, Lebenswirklichkeiten und Lebensentwürfe. Betroffen von diesen Veränderungen sind sowohl der Binnenraum, als auch die Außenbeziehungen von Familien.

Familien-Bildungsstätten reagieren mit ihren Angeboten auf diesen Wandel. Sich verändernde Bedürfnisse von Eltern und Kindern werden wahrgenommen und Orientierungs- und Handlungsmöglichkeiten konzipiert.

Die Eltern-Kind-Arbeit ist zum Statussymbol geworden, der Besuch von Krabbelgruppen, Miniclubs und anderer Gruppen wird von vielen Eltern als "Muss" für eine moderne Erziehung betrachtet.

Die große Nachfrage wirft besondere Fragen auf - Fragen hinsichtlich der Qualität, Qualitätsstandards und der Qualitätssicherung. Die Teilnehmerinnen der LeF-Fachbereichskonferenz "Eltern-Kind-Arbeit" beschlossen im Frühsommer 1999, eine Konzeption für die Eltern-Kind-Gruppen zu entwickeln. Gesellschaftliche Veränderungen, Ziele, Adressaten, Inhalte und Angebote, Organisationsformen/ Strukturen, Öffentlichkeitsarbeit, Qualität und Qualitätssicherung sollten in der Konzeption berücksichtigt werden. Innerhalb eines Zeitrahmens von zwei Jahren entwickelte sich mit sehr viel Engagement aus einer anfänglichen Idee eine Konzeption. Dazwischen lagen viele Diskussionen, reger Informationsaustausch, Bearbeitung von Einzelthemen in Kleingruppen, Austausch von Arbeitsergebnissen im Plenum, Koordinierungsaufgaben und vieles mehr. Die fachliche Kompetenzen der Teilnehmerinnen und ihre beruflichen Erfahrungen flossen in das Projekt ein.

Anfänglich als Studentin und Praktikantin, später als ausgebildete Diplom-Sozialpädagogin (FH) begleitete Frau Andrea Stumbeck das Projekt auf besondere Weise. Als Verantwortliche für die Zusammenstellung und den Gesamtrahmen bearbeitete und überarbeitete sie die Konzeption.

Im Namen aller Teilnehmerinnen der LEF-Fachbereichskonferenz "Eltern-Kind-Arbeit" möchte ich mich bei ihr für ihr außerordentliches Engagement ganz herzlich bedanken. Ebenso möchte ich mich beim Vorstand der Evangelischen Landesarbeitsgemeinschaft der Familienbildungsstätten in Württemberg (LEF) für die finanzielle und ideelle Unterstützung des Projektes "Konzeption: Eltern-Kind-Gruppen" bedanken.

Sprecherin der LeF-Fachgruppe Pädagogik/Eltern-Kind-Arbeit

Karin Waldenmayer-Sigler